Zu Beginn eines neuen Projekts steht eine Idee, ein Bedarf zur Veränderung oder eine gesetzliche Auflage. Nach der der kreativen Sammlung und Sortierung von möglichen Lösungen folgt die Phase des Ingenieurwesens oder eben des Engineerings. Die verschiedenen Ideen müssen zu einem realisierbaren Projekt überführt werden und die bauliche Machbarkeit soll überprüft werden. Dem Brandschutz ist ein entsprechend hoher Stellenwert einzuräumen. Je früher der Brandschutz mit einbezogen wird, desto bessere und kostengünstigere Lösungen werden erzielt. Die rechtzeitige Koordination mit anderen Gewerken wie Heizung, Lüftung, Elektro und Deckenbauer etc. verläuft deutlich einfacher und es können elegantere Lösungen umgesetzt werden – der nachträgliches Einbauen von Brandschutzeinrichtungen ist meist mit Mehraufwand verbunden. Leitplanken für den Brandschutz bilden nebst den gesetzlichen Auflagen und Vorschriften eine umfassende Risikoanalyse und die Schutzziele. Daraus abgeleitet wird ein Brandschutzkonzept erstellt.

Zu Beginn eines geplanten Baues oder Umbaus ist es sehr empfehlenswert, eine Risiko-Analyse vorzunehmen und sich über die verschiedenen Risiken ein genaues Bild zu machen. Welche Arten von Materialien werden beispielsweise in einem Lager aufbewahrt? In welcher Form und wie verpackt? Wie gross sind die Brandlast und die Brandbelastung? Ist mit einem schnellanlaufenden Brand zu rechnen? Dies sind nur einige mögliche Fragen, welche in einer Risiko-Matrix festgehalten werden. Anschliessend ist zu definieren, welche Risiken und demzufolge Schäden vermieden bzw. vermindert werden sollen, oder welche Risiken allenfalls einer Versicherung übertragen werden können. Zu guter Letzt gilt es, Risiken zu identifizieren, welche akzeptierbar sind und demzufolge selber getragen werden können. Dabei sind die gesetzlichen Normen und Vorschriften beizuziehen, geben diese doch gewisse Rahmenbedingungen vor.

Die Brandschutznorm 2015 vom VKF beschreibt im Artikel 8 den Umfang der Schutzziele:
„Bauten und Anlagen sind so zu erstellen, zu betreiben und Instand zu halten, dass:

  • die Sicherheit von Personen und Tieren gewährleistet ist
  • der Entstehung von Bränden und Explosionen vorgebeugt und die Ausbreitung von Flammen, Hitze und Rauch begrenzt wird
  • die Ausbreitung von Feuer auf benachbarte Bauten und Anlagen begrenzt wird
  • die Tragfähigkeit während eines bestimmten Zeitraums erhalten bleibt
  • eine wirksame Brandbekämpfung vorgenommen werden und die Sicherheit der Rettungskräfte gewährleistet wird.“

Nebst den oben erwähnten Schutzzielen sind auch weiterreichende Überlegungen betreffend einem allfälligen Betriebsunterbruch oder gar Totalausfall sowie zum Umweltschutz anzustellen. Gleiche Überlegungen sind auch für freiwillige Brandschutzinstallationen zu machen, zum Beispiel für den Schutz eines Server-Raumes bei dem keine gesetzlichen Auflagen bestehen. Die Erreichung der Schutzziele erfolgt in der Regel durch aufeinander abgestimmte Massnahmen aus dem baulichen, organisatorischen und dem technischen Brandschutz.

Basierend auf der Risiko-Analyse und den Schutzzielen, gilt es ein Brandschutzkonzept, auch Standardkonzept genannt, zu erstellen. Darin sind alle relevanten Aspekte im Zusammenhang mit dem Objekt enthalten. Zudem wird das Zusammenwirken vom baulichen, organisatorischen und technischen Brandschutz beschrieben. Es soll im technischen Brandschutz unter anderem Antworten auf folgende Fragen geben: Wie werden Rauch und ein Brand detektiert? Welches Löschmittel wird eingesetzt? Wie und unter welchen Bedingungen erfolgt eine Ansteuerung/Auslösung der Löschanlage? Wie sieht eine Alarmierung aus? u.v.a.m.

Die Spezialisten von Minimax unterstützen Sie dabei kompetent und vor Ort bei der Beantwortung obiger Fragestellungen. Sie erarbeiten vorschriftskonforme Lösungen und Systeme, um die gesetzlichen Auflagen zu erfüllen und die Schutzziele zu erreichen. Bei Sonderfällen oder speziellen Gebäuden wie beispielsweise historische Bauten, bei denen Standartkonzepte nicht greifen, unterstützt Sie Minimax, in enger Zusammenarbeit mit den Behörden, beim Erarbeiten von Alternativen, um die Schutzziele gleichwertig zu erreichen. Die umfangreiche Produktepalette von Minimax bietet für praktisch alle Spezialfälle die geeignete Brandschutzlösung.

Der Brandschutzplanung ist ein grosser Stellenwert beizumessen. Frühzeitig sollte die Koordination mit sämtlichen Gewerken wie HLKS&E (Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär und Elektro) und den Erstellern von Hochregallagern, Deckenbauern etc. vorgenommen werden. Dadurch können Kanal-, Rohr- und Leitungstrasseführungen so koordiniert und festgelegt werden, dass für Sprinkleranlagen keine Sprühbildbehinderungen entstehen. Zur Brandschutzplanung gehört auch die Dimensionierung des vorgesehenen Löschmittels: Wieviel Löschmittel wird benötigt? Wie und wo wird es bevorratet? Welche Dimensionen haben die Rohre? Welche Druckverhältnisse stehen wo an? Welche Vorwarnzeiten und Ausströmzeiten gilt es einzuhalten? Wie hoch ist die Löschmittelbeaufschlagung? Die Fach-Spezialisten von Minimax sind dafür auf den entsprechenden Dimensionierungs- und Berechnungs-Softwares ausgebildet und erstellen für jede Löschanlage die hydraulische Berechnung mit den dazugehörenden 3D-CAD-Zeichnungen. In der Phase der Brandschutzplanung muss der integralen Brandfallsteuerung ein hoher Stellenwert beigemessen werden. Die eingebaute Brandmeldezentrale soll nicht nur die Rauchmelder und Rauchansaugsysteme überwachen und Alarme abgeben, sondern im Brandfall auch weitere Komponenten im Gebäude steuern. Dazu gehören beispielsweise das Auslösen einer Löschanlage, schliessen von Brandschutztüren, das Ansteuern von Lüftungsklappen und des Personenlifts, das Aktivieren von Brandschutzvorhängen und RWA-Anlagen, das herunterfahren von IT/ICT-Anlagen u.v.m. Die Spezialisten von Minimax bieten umfassende Unterstützung in der Brandschutzplanung bis hin zu integralen Brandfallsteuerungen.

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