Im Brandfall gilt die Verhaltensregel: „Alarmieren – Retten – Löschen“. Es ist wichtig, dass als erster Schritt eine Alarmierung stattfindet, damit zeitverzugslos weitere Einsatz- und Rettungskräfte mobilisiert werden. Dies gilt sowohl im privaten wie auch im betrieblichen Umfeld. Hinweis: Sollte der Brand bis zum Eintreffen der Feuerwehr bereits gelöscht sein, hat dies keine Kosten für den Aufbietenden zur Folge. Danach sollten Kinder und ältere, gebrechliche Personen sowie Tiere gerettet werden. 
Erst dann wird mit dem Löschen begonnen. Doch auch hier gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und Vorsicht walten zu lassen. Eins sorgfältige Abwägung ist notwendig, ob die vorhandenen, einsatzbereiten Löschgeräte ausreichend sind, um einen Brand zu löschen. Falscher Heroismus hat keinen Platz und kann zur tödlichen Falle werden. Kleinlöschgeräte wie Löschdecken und Hand-Feuerlöscher bieten Feuerschutz, aber nur für Entstehungsbrände.

Stehen Zimmer und Räume bereits im Vollbrand, ist mit Löschdecken und Hand-Feuerlöschern kein ausreichender Feuerschutz mehr gewährleistet. Dabei ist unbedingt zu vermeiden, dass Personen, welche fälschlicherweise einen Zimmervollbrand löschen wollen, infolge von Hitze und toxischem Rauch zu Schaden kommen, mit womöglich tödlichem Ausgang. Die Wucht und Hitze des Feuers sind enorm und dürfen nicht unterschätzt werden. Durch besonnenes und trainiertes Verhalten können Entstehungsbrände wirkungsvoll bekämpft werden. 
Typische Entstehungsbrände sind sich selbst-entzündende Aschenbecher und Papierkörbe, nicht beaufsichtigte, niederbrennende Kerzen und Raucherwaren von eingeschlafenen Personen. Auch elektrische Geräte wie Kaffeemaschinen, Toaster, Küchen-Handgeräte, PCs und TV-Geräte, Wäschetrockner und Tumbler, aber auch Fritteusen können infolge von Überhitzung einen Brand auslösen. Fritteusen oder brennende Pfannen sind gefährliche Brandherde und werden oft falsch versucht zu löschen. Speiseöle und Speisefette dürfen niemals mit Wasser gelöscht werden. Wird nämlich Wasser in eine Pfanne mit brennendem Speiseöl geschüttet, entsteht eine meterhohe Stichflamme und das Öl wird, zusammen mit kleinsten, heissen Wassertropfen, in die Luft geschleudert. Verbrennungen im Gesicht und an den Armen sind die schmerzlichen Folgen.
Brennende Pfannen sollten nach Möglichkeit von der heissen Herdplatte entfernt oder zumindest versucht werden, die Herdplatte abzuschalten (Energiezufuhr stoppen). Danach wird eine Löschdecke darüber gelegt und die Pfanne möglichst luftdicht eingepackt. Falls möglich einen Pfannendeckel darauf legen und die Pfanne bis zur vollständigen Auskühlung beobachten und mindestens 30 Minuten stehen lassen. Niemals sollte die Löschdecke angehoben werden, denn dadurch strömt Sauerstoff nach und es besteht die Gefahr einer Wiederentzündung.
Entstehungsbrände können auch Personenwagen betreffen. Auslaufender Treibstoff, welcher über den heissen Motorblock oder Auspuff trieft, kann sich unter der Motorhaube entzünden. Wird der Brand bemerkt, niemals die Motorhaube öffnen, denn dadurch strömt Sauerstoff nach und gibt dem Feuer „frische Nahrung“. Idealerweise mit einem Pulver-Feuerlöscher von vorne oder von unten das Feuer bekämpfen. 
Entstehungsbrände zuhause oder in Büroräumen werden am besten mittels Schaum-Feuerlöscher gelöscht. Schaumlöscher sind wasserbasierend und haben im Einsatzfall einen Schaumzusatz welcher sich über dem Brandherd verteilt und einen schützenden Film bildet. Das Feuer wird gelöscht indem dieser Film die Sauerstoffzufuhr unterbricht.

Weitere Spezial-Feuerlöscher sind erhältlich – die Spezialisten von Minimax beraten Sie gerne. Handfeuerlöscher bieten nur dann einen wirkungsvollen Feuerschutz, wenn sie regelmässig gewartet werden und wenn sie nach Gebrauch bei einer Minimax-Geschäftsstelle wieder gefüllt und fachmännisch bereitgestellt werden.

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